• Krämer & Co

Worin bestehen die Unterschiede in der Durchführung eines Remote & Präsenz-Workshops?

Teil 2: Interaktion & Team Dynamik


In unserem vorherigen Beitrag sind wir auf die organisatorisch ausgerichteten Aspekte eingegangen. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf die Interaktion und die Dynamik im Team ein. Denn auch hier haben wir deutliche Unterschiede festgestellt.


Teilnehmer clustern Insights
Team-Arbeit im Rahmen eines Präsenz-Workshops

6. Vertraute Umgebung

Beim Remote-Workshop sind und bleiben wir in unserem eigenen Reich. Die vertraute Umgebung bietet dem einen oder anderen ein gewisses Maß an Sicherheit. Gerade für introvertierte Personen kann dies durchaus ein Vorteil sein. Das Set-Up ist für die meisten dennoch komplett neu und nicht jeder kommt auf Anhieb mit allen Programmen und Funktionen zurecht. Umso mehr hat es uns gefreut, dass sich alle Teilnehmer gegenseitig unterstützten und sich gegenseitig Hilfestellung gaben.


Verlassen wir unser Büro, so bieten uns unbekannte Räume Inspiration. Möglicherweise fällt es uns auch leichter uns für neue Themen zu öffnen. Für uns als Facilitator halten Workshop Spaces, Offsite Locations und Konferenzräume gelegentlich die ein oder andere Überraschung bereit. So haben wir uns bereits in der Vergangenheit mit beengten Platzverhältnissen, verschiedensten Raumkonstruktionen und -ausstattungen arrangiert. Auch Mülleimer scheinen aus irgendeinem Grund nicht immer zur Standardausstattung von Workshop-Räumen zu gehören.



7. Verzerrte Wahrnehmung

In einem Remote-Workshop nehmen wir uns gegenseitig ganz anders wahr. Wir hören lediglich die Stimme und sehen ein Abbild unseres Gesprächspartners. Bild und Ton sind möglicherweise zeitverzögert, pixelig oder aufgrund von Headset oder Lautsprecher verzerrt. Da die Teilnehmer für die gemeinsamen Inputs stumm geschaltet waren, herrschte hier eine ungewöhnliche Stille. Diese muss man als Moderator aushalten.

Befinden wir uns im gleichen Raum, dann verraten uns Tonalität, Lautstärke, Haltung, Mimik und Gestik unseres Gegenübers viel über dessen Befinden und Haltung. Dynamiken und Herausforderungen in den einzelnen Teams können leichter wahrgenommen und behoben werden.



8. Networking

Remote-Workshops bieten deutlich weniger Gelegenheiten, um mit einzelnen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Es finden vorrangig Gruppengespräche statt, denen man sich anschließen kann.


Sind wir vor Ort, entstehen in den Pausen oder beim gemeinsamen Mittagessen Gespräche mit einzelnen Teilnehmern oder kleinen Grüppchen. In diesen lernen wir die einzelnen Personen besser kennen und erfahren von möglichen Herausforderungen in der Organisation. Es entsteht eine stärkere Verbindung zwischen den Teams und uns als Facilitator. Dies ist für nachfolgende Projekte von Vorteil.



9. Abschied: kurz & schmerzlos

Bei einem digitalen Workshop fällt der Abschied eher kurz und knapp aus. Kaum sind die abschließenden Worte gesprochen, sind schon alle offline!

Den persönlichen Abschied von den Teilnehmern, haben wir tatsächlich am meisten vermisst. In der Regel schauen die Teilnehmer noch einmal zufrieden auf ihre Ergebnisse. Wir freuen uns über ihren Erfolg und dass sie über sich hinausgewachsen sind. Während wir aufräumen und zusammenpacken, entsteht nochmal das ein oder andere Gespräch. Es wird viel gelacht und alle genießen die gelöste Atmosphäre.




Fazit:

Für uns ist es immer wieder spannend zu beobachten, wie sich Menschen in so kurzer Zeit weiterentwickeln und sich neue Fähigkeiten aneignen. Dabei stellen wir immer wieder fest wie einzigartig jedes Team ist. Jedes Team hat seine ganz persönlichen Stärken, Herausforderungen und eine eigene Dynamik. Jeder Lösungsansatz und jedes Vorgehen ist komplett individuell.


Wir freuen uns auf weitere digitale Formate!



Ihr wollt mehr darüber erfahren wie wir vorgegangen sind? Hier findet ihr unseren Blog Beitrag zum Thema: „Wie führt man einen Design Thinking Workshop remote und komplett digital durch?“